Heroldberg (Mittelfranken)

Brauerei Geuder - 1611 bis ???


90562 Heroldsberg

1611 ließ Jakob Geuder im Unteren Markt in der Nähe des heutigen „Gelben Löwen“ ein herrschaftliches Brauhaus bauen. Es handelte sich um ein gemeinschaftliches Brauhaus, in dem alle Heroldsberger Wirte und Bierbrauer ihr Bier brauen durften. Dafür mussten sie dem Eigentümer eine bestimmte Gebühr entrichten.

von Eberhard Brunel-Geuder
www.kulturfreunde-heroldsberg.de
 

Brauerei zum Bären - 1858 bis 1910

Unterer Markt
90562 Heroldsberg

Brauerei Schuster
Die Brauerei der Familie Schuster entwickelte sich im 19. Jahrhundert zur bedeutendsten der ganzen Gegend. Zeitweise wurde das Schuster-Bier sogar in die USA exportiert. Zur Brauerei gehörten u.a. die heute noch bestehenden Häuser entlang der Gasse Zum Bären. Der letzte Bierbrauer aus der Familie Schuster war Fritz Schuster (1848 – 1922), der viele Jahre auch Heroldsberger Bürgermeister war. Während der Weltwirtschaftskrise in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts geriet die Brauerei in wirtschaftliche Schwierigkeiten, die schließlich zur Aufgabe der Brauerei führten. Fritz Schuster war auch der Erbauer der sog. Schuster-Villa, in der heute eine Zahnarztpraxis untergebracht ist.

von Eberhard Brunel-Geuder
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Weißes Roß - 1878 bis 1909

Unterer Markt
90562 Heroldsberg

Mit Sicherheit wurde im Weißen Roß Bier gebraut. 1878 reichte der damalige Braumeister Georg Messerer einen Antrag zum Neubau eines Brauhauses mit Gärkeller, Malzdarre und Malzdenne ein. Vermutlich existierte aber schon vorher eine Brauerei, die durch den Neubau auf den neuesten Stand der damaligen Brautechnik gebracht werden sollte. 1909 wechselte das Anwesen den Besitzer und kurze Zeit später dürfte der Braubetrieb eingestellt worden sein.

Der heutige Schwarze Adler geht wohl auf die Tradition des o.g. früheren Gasthauses gleichen Namens zurück.

Brauerei zum Rothen Roß - 1600 bis 1914

Rotes Roß 1905

Unterer Markt
90562 Heroldsberg


Aus einem ursprünglich landwirtschaftlichen Gehöft entwickelte sich die Brauerei und Gaststätte Zum rothen Roß, wo zeitweise auch Branntwein hergestellt wurde. Das Gastgewerbe und das Recht „daselbst Bier zu brauen“ dürfte dem Anwesen um das Jahr 1600 verliehen worden sein. Für diese Rechtsverleihung musste der Eigentümer eine Gebühr von 18 Gulden an das Waldamt Sebaldi in Nürnberg entrichten. Gegen dieses Recht erhoben die anderen Gastwirte im Ort Beschwerde, jedoch ohne Erfolg. Im 30-jährigen Krieg brannte das Anwesen vollständig nieder. An gleicher Stelle entstand 1675 wieder ein neues „Wirtshaus mit zwei Stuben“. Bereits 1688 ereignete sich ein schweres Brandunglück, bei dem das Anwesen – wie viele andere im Unteren Markt – ein Raub der Flammen wurde. Nach dem Wiederaufbau im Jahre 1692 baute man 1721 an das Gebäude einen Turm an, der als Zollstation diente. Durchreisende Kaufleute und Fuhrwerke mussten hier Pflasterzoll bezahlen.
Im Roten Roß wurde das Brauen von Bier 1914 aufgegeben. Die Sudkessel wurden ausgebaut und das Material für Waffen im 1. Weltkrieg verwendet.
von Eberhard Brunel-Geuder

http://rotesross-heroldsberg.de/geschichte/